EUROPA-Studie

EUROPA-Studie: Evaluation der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB)

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Die Staatliche Europa-Schule Berlin

An den 30 Standorten der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) werden Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Erstsprachen gemeinsam zweisprachig unterrichtet. Jede Schule konzentriert sich auf eine der neun angebotenen nichtdeutschen Sprachen: Der Unterrichtet findet auf Deutsch und entweder Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch oder Türkisch statt. Beide Sprachen werden gleichwertig als Unterrichtssprache eingesetzt, sodass ungefähr die Hälfte der Fächer auf Deutsch und die andere Hälfte in der nichtdeutschen Partnersprache unterrichtet wird. Bei der Zusammensetzung der Klassen sollen diese zu 50 % aus Lernenden mit der Erstsprache (L1) Deutsch und zu 50 % aus Lernenden mit der jeweiligen Partnersprache als L1 bestehen. Die Lehrkräfte in den partnersprachig unterrichteten Fächern sprechen die Partnersprache als L1. Ein besonderer Fokus soll zudem auf den interkulturellen Austausch gelegt werden.

Weitere Informationen auf der Homepage der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie:
https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/besondere-schulangebote/staatliche-europaschule/ (extern)
 

Ziele der EUROPA-Studie

Im Rahmen der EUROPA-Studie werden seit 2014 sprachliche, fachliche und interkulturelle Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler mit konventionell unterrichteten Schülerinnen und Schülern verglichen.

Darüber hinaus wird die Umsetzung des SESB-Konzepts in Bezug auf die Zusammensetzung der Schülerschaft und den Einsatz der Lehrkräfte überprüft. Begleitend erfolgt eine Elternbefragung.

Ein besonderer Vorteil der EUROPA-Studie liegt in der Erfassung der Kompetenzen in den nichtdeutschen Sprachen anhand von Tests aus den internationalen Schulleistungsstudien TIMSS, PIRLS und PISA. Dieses Vorgehen ermöglicht es, die Leistungen der SESB-Schülerinnen und -Schüler mit denen von Kindern und Jugendlichen aus den Ländern, in denen diese Sprachendie Verkehrssprache darstellen, zu vergleichen. 

 

Anlage der Studie

An der Untersuchung nahmen im Jahr 2014 die SESB-Züge in den Klassenstufen 4, 6 und 9 teil. In Klassenstufe 4 wurden zusätzlich die Regelzüge sowie zufällig gezogene Klassen aus Regelschulen als Vergleichsgruppe einbezogen. Die Schülerinnen und Schüler, die 2014 die Klassenstufe 4 besuchten, wurden zudem im Rahmen einer längsschnittlichen Untersuchung in den Jahren 2015 und 2016 erneut befragt.

 

Ablauf der Studie

Studienverlauf

Allgemeines

Das Land Berlin – vertreten durch die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Forschung – hat Prof. Dr. J. Baumert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) in Berlin und Prof. Dr. J. Möller, Institut für pädagogisch-psychologische Lehr- und Lernforschung (IPL) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), mit der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) beauftragt. Wissenschaftliche Kooperationspartner sind darüber hinaus Prof. Dr. Olaf Köller vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel sowie Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität Köln. Mit einem Teil der Durchführung wurde das IEA Data Processing and Research Center (DPC) in Hamburg (Homepage: http://www.iea-dpc.de/ ) beauftragt. Die EUROPA-Studie wird zudem durch die Stiftung Mercator in Essen finanziell gefördert.

 

Kontakt

Dr. Isabell Paulick

Christian-Albrechts-Universität
Institut für pädagogisch-psychologische
Lehr- und Lernforschung (IPL)
Telefon: +49 (0) 431-880-1254
Telefax: +49 (0) 431-880­-5467
E-Mail: europa-studie@email.uni-kiel.de


Sandra Preusler

Christian-Albrechts-Universität
Institut für pädagogisch-psychologische
Lehr- und Lernforschung (IPL)
Telefon: +49 (0) 431-880-1254
Telefax: +49 (0) 431-880­-5467
E-Mail: europa-studie@email.uni-kiel.de